der heutige Tipp des Tages ist etwas umfassender, denn es geht darum, sich auf die Phase nach der Raucherentwöhnung vorzubereiten. Und was ist besser als zu wissen, was einen erwartet?
Wer mit dem Rauchen aufhört, egal ob er unser Raucherentwöhnungsprogramm oder seine eigene Methode genutzt hat, der wird je nach Abhängigkeit, Menge und Länge die unterschiedlichsten Entzugserscheinungen kennen lernen. Diese Entzugserscheinungen kann auch die beste (Laser)akupunktur nicht gänzlich vertreiben, weshalb wir es für so wichtig halten, neben der Akupunktur auch das Coaching anzubieten. Denn es ist wichtig, dass der Held des Aufhörens auch jemanden hat, der an seiner Seite steht und ihn einerseits positiv motiviert, aber auch als Ansprechpartner zur Seite steht, denn plötzlich tauchen ganz viele Fragen auf.
Welche Entzugserscheinungen sind zu erwarten?
- Schmacht - wer kennt sie nicht. Als starker Raucher mal eben ne Stunde im Flugzeug oder Zug gesessen, auf der Arbeit ein mehr oder weniger wichtiges Meeting gehabt und nicht raus gekommen oder nach einem zünftigen Ärgernis. Schmacht ist die klassische Entzugserscheinung, die LUST, der DRANG jetzt eine rauchen zu MÜSSEN, das absolut reine Abhängigkeitsgefühl. In den ersten Tagen nach der (Laser-)Akupunktur ist die Schmacht noch nicht wirklich stark zu spüren, manche spüren sie sogar gar nicht mehr, andere allerdings bekommen so nach drei bis vier Tagen die totale Schmacht. Damit muss man rechnen und sich vorbereiten. Wer weiss, dass die Schmacht kommt kann Vorkehrungen treffen. Gegen Schmacht helfen Dinge wie Wasser trinken (viel), Obst essen oder sich anderweitig ablenken, denn die Schmacht geht auch wieder vorbei, das ist sicher. Meistens ist die Schmacht quasi eine Welle. Sie kommt, sie bauscht sich auf und dann geht sie wieder. Meistens ist die Schmacht nach etwa 2 Wochen vollkommen verschwunden.
- Ausfallerscheindungen, Halluzinationen, Konzentrationsschwierigkeiten - sind generell auch zu erwarten. Wer die Möglichkeit hat und diese Ausfallerscheinungen bereits erlebt hat, der sollte sich meinen Tipp Nr. 2 zu Herzen nehmen und eine Woche oder zwei Urlaub machen. Meistens hat man diese Ausfallerscheinungen in der ersten Woche der Raucherentwöhnung. Grade die Konzentrationsschwierigkeiten sind klassisch beim Nikotinentzug. Auch das geht allerdings vorbei. Mein Tipp: Auch mal nein sagen und die Arbeit ruhen lassen. Lieber spazieren gehen, Obst essen und viel Wasser trinken.
- körperliche Mängel, Schmerzen, schwitzen, Krankheit - als Sucht treibt unser Körper und Geist uns manchmal auch gerne in den Wahnsinn, wenn wir mit dem Rauchen aufhören. So kann es durchaus sein, dass plötzlich der ganze Körper juckt, irgendwelche Flechten und Pickel entstehen, man schwitzt, dann friert man plötzlich oder hat unerklärliche Schmerzen. Alles Entzugserscheinungen, die oftmals damit zu tun haben, dass der Körper grade damit anfängt sich selbst zu reinigen. Grade "Krankheiten" wie plötzlicher Husten und Schnupfen haben oftmals damit zu tun, dass jetzt der Teer aus dem Körper ausgeschieden wird. Mein Geschäftspartner meinte dazu "die Lunge schält sich jetzt, wie Haut nach einem Sonnenbrand". Der Vorteil an den Husten und Schnupfengeschichten ist, man riecht und schmeckt plötzlich auch besser. Das kann aber auch ein Nachteil sein, denn plötzlich "stinkt" einen jeder Raucher an, dem man begegnet.
- Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt: Wut, Aggression, Depressionen und Stolz - auch eine klassische Erscheinung bei jedem Suchtkranken, wenn er mit der Sucht aufhört sind das Thema Aggressionen. Dinge, die sonst normal sind (z. B. der Partner, der ständig vor sich hin summt, Musik vom Sohnemann) regen einen auf einmal auf. Wer mit dem Rauchen aufhört wird oft plötzlich und für die Aussenwelt ohne ersichtlichen Grund aggressiv, wütend oder provokant. Sucht also Streit. Hier ist es wichtig, dass die Aussenwelt gewarnt wird. Nehmen Sie ihren Lebenspartner/ihre Lebenspartnerin oder die Menschen, mit denen Sie zusammen leben mit zu Ihrer Raucherentwöhungssitzung. Auch die Angehörigen von Rauchern brauchen Coaching, denn wie SIE ja wissen: Vorbereitung ist Alles!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein wunderschönes, rauchfreies Wochenende. Sie schaffen das!
Viele Grüße
Ihr Andreas Steffens
Gute Vorbereitung ist alles, die Nichtraucher Tipps sind hier gestartet: Tipp Nr. 1

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