Donnerstag, 9. Februar 2012

Nichtraucher Tipp des Tages Nr. 7: Keine Angst vor dem Rückfall

Hallo liebe Nichtraucherhelden,
Angst ist bekannterweise ein schlechter Ratgeber. Insofern ist die Angst vor einem Rückfall im Laufe einer Raucherentwöhnung ebenfalls ein nicht zu unterschätzender „Feind“. In der Regel sprechen wir von vier Grundvoraussetzungen, die eine erfolgreiche Therapie begleiten oder ermöglichen. 


Neben der Kompetenz des Behandlers, der psychologischen und verhaltenstherapeutischen Begleitung und der Qualität der Therapie, ist das vor allem auch die Motivation des Patienten.




Positive Auswirkungen auf die Motivation haben Mut, Entschlossenheit, Zuversicht und das Bewusstsein, dass alles in den richtigen Bahnen verläuft. Angst hat als Emotion in der Regel das Gegenteil zur Folge. Sie wirkt hemmend und verunsichert.


Rückschläge und Misserfolge gehören zum täglichen Leben. Es stellt sich die Frage, was der Einzelne daraus macht. Es gibt grundsätzlich keine schlechten Erfahrungen. Sämtliche Erfahrungen, auch die in der Entwöhnungsphase, dienen der Weiterentwicklung. Sofern sie natürlich auch entsprechend verstanden werden und man lernt, daraus den entsprechenden Nutzen zu ziehen.


Allein das Wissen, dass Rückschläge in der Entwöhnung vorkommen können und keinesfalls eine Niederlage sein müssen, kann hilfreich sein. Insofern ist es ein wichtiger Schritt zu Beginn einer Therapie, diese Angst zu nehmen. 
 

Dr. Francis Raphael, Assistenzprofessor an der Medizinischen Fakultät Nancy (Frankreich), ist einer der erfahrensten und anerkanntesten Ärzte in der Nikotinentwöhnung. In zahlreichen Vorträgen bei ärztlichen Weiterbildungen, Kongressen und Seminaren, weist er immer wieder auf diesen sehr wichtigen Punkt hin: „Nehmen sie ihren Patienten die Angst vor dem Rückschlag wenn sie ihnen helfen wollen!“ Er streicht immer wieder die Tatsache heraus, dass die Motivation des Patienten der Schlüssel zur erfolgreichen Entwöhnung ist.


Durch ein klares und ehrliches Gespräch zu Beginn unserer Therapie erklären wir unseren Klienten, dass Rückschläge keine Niederlagen sind. Sie können vorkommen und sind als Steine im Weg zu verstehen. Wer den steinigen Weg erfolgreich gegangen ist, der hat langfristig vielleicht sogar einen kleinen Vorteil bei späteren Versuchungen. 

Zu Beginn oder während der Therapie kann niemand im Voraus sagen, wie sich die Nikotinabstinenz entwickeln wird. Insofern kann auch keine Prognose platziert werden hinsichtlich Rückschlägen und deren Auswirkungen. Sie können also positive als auch negative Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben. Mit einer gewissen Gelassenheit kann aber sicher davon ausgegangen werden, dass Verarbeitung und Nutzen positive Auswirkungen haben werden.



Ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Therapie ist auch auch das Aufzeigen von Hinweisen zur Verarbeitung von Rückschlägen, die Besprechung oder Betrachtung von Rückfallgefährdungen und -situationen sowie das begleitende Coaching in solchen Fällen.


Es ist an Ihnen zu entscheiden, ob Sie aufgrund dieser Erkenntnis ein 60- oder 90-Minuten-Versprechen („in 90 Minuten zum Nichtraucher“) als seriös und hilfreich betrachten wollen, oder ob Sie vielleicht doch eher an einer langristigen Begleitung interessiert sind.


In diesem Sinne schon wieder ein Tag geschafft

Ihr Andreas Steffens

Und nicht vergessen: Stolz sein, Sie haben es verdient!

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