Hallo liebe Nichtraucherhelden,
Angst ist bekannterweise ein schlechter
Ratgeber. Insofern ist die Angst vor einem Rückfall im Laufe einer Raucherentwöhnung ebenfalls ein nicht zu unterschätzender „Feind“. In
der Regel sprechen wir von vier Grundvoraussetzungen, die eine
erfolgreiche Therapie begleiten oder ermöglichen.
Neben der
Kompetenz des Behandlers, der psychologischen und
verhaltenstherapeutischen Begleitung und der Qualität der Therapie,
ist das vor allem auch die Motivation des Patienten.
Positive Auswirkungen auf die
Motivation haben Mut, Entschlossenheit, Zuversicht und das
Bewusstsein, dass alles in den richtigen Bahnen verläuft. Angst hat
als Emotion in der Regel das Gegenteil zur Folge. Sie wirkt hemmend
und verunsichert.
Rückschläge und Misserfolge gehören
zum täglichen Leben. Es stellt sich die Frage, was der Einzelne
daraus macht. Es gibt grundsätzlich keine schlechten Erfahrungen. Sämtliche
Erfahrungen, auch die in der Entwöhnungsphase, dienen der
Weiterentwicklung. Sofern sie natürlich auch entsprechend verstanden
werden und man lernt, daraus den entsprechenden Nutzen zu ziehen.
Allein das
Wissen, dass Rückschläge in der
Entwöhnung vorkommen können und keinesfalls eine Niederlage sein
müssen, kann hilfreich sein. Insofern ist es ein wichtiger Schritt
zu Beginn einer Therapie,
diese Angst zu nehmen.
Dr. Francis Raphael, Assistenzprofessor an der
Medizinischen Fakultät Nancy (Frankreich), ist einer der erfahrensten und
anerkanntesten Ärzte in der Nikotinentwöhnung. In zahlreichen
Vorträgen bei ärztlichen Weiterbildungen, Kongressen und Seminaren,
weist er immer wieder auf diesen sehr wichtigen Punkt hin: „Nehmen
sie ihren Patienten die Angst vor dem Rückschlag wenn sie ihnen
helfen wollen!“ Er streicht immer wieder die Tatsache heraus, dass
die Motivation des Patienten der Schlüssel zur erfolgreichen
Entwöhnung ist.
Durch
ein klares und ehrliches Gespräch zu Beginn unserer Therapie erklären wir unseren Klienten, dass Rückschläge keine Niederlagen
sind. Sie können vorkommen und sind als Steine im Weg zu verstehen.
Wer den steinigen Weg erfolgreich gegangen ist, der hat langfristig
vielleicht sogar einen kleinen Vorteil bei späteren Versuchungen.
Zu
Beginn oder während der Therapie kann niemand im Voraus sagen, wie
sich die Nikotinabstinenz entwickeln wird. Insofern kann auch keine
Prognose platziert werden hinsichtlich Rückschlägen und deren
Auswirkungen. Sie können also positive als auch negative
Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben. Mit einer gewissen Gelassenheit kann aber sicher davon ausgegangen werden, dass
Verarbeitung und Nutzen positive Auswirkungen haben werden.
Ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Therapie ist auch auch das Aufzeigen
von Hinweisen zur Verarbeitung von Rückschlägen, die Besprechung
oder Betrachtung von Rückfallgefährdungen und -situationen sowie
das begleitende Coaching in solchen Fällen.
Es
ist an Ihnen zu entscheiden, ob Sie aufgrund dieser Erkenntnis ein
60- oder 90-Minuten-Versprechen („in 90 Minuten zum Nichtraucher“)
als seriös und hilfreich betrachten wollen, oder ob Sie vielleicht
doch eher an einer langristigen Begleitung interessiert sind.
In diesem Sinne schon wieder ein Tag geschafft
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